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AGM Rattler TS35-384 – Wärmebildzielfernrohr für die Jagd auf mittlere Distanz

2.000,00 

Das Wärmebildzielfernrohr für die Jagd, das im Revier tatsächlich ankommt: Der AGM Rattler TS35-384 verbindet den detailreichen 384×288-Sensor mit einem 35-mm-Germanium-Objektiv und 2-facher Basisvergrößerung – und genau diese niedrige Grundvergrößerung ist sein Trick.

Weites Sichtfeld heißt: Du siehst eine ganze Rotte auf einmal, statt durch einen Strohhalm zu suchen. Im Dunkeln ist Finden schwieriger als Vergrößern – und heranzoomen kannst du digital bis 16×.

Dazu kommt der Doppelnutzen der Rattler-Reihe: Mit der ADM-Schnellwechselmontage nimmst du das Gerät in Sekunden ab und nutzt es als Handmonokular zum Absuchen. Beim Aufsetzen bleibt die Treffpunktlage erhalten.

Fünf Absehen in vier Farben, digitales Einschießen mit einem Schuss, Bild-in-Bild, stadiametrischer Entfernungsmesser, 1024×768-OLED, 16 GB und WLAN. Das IP67-Gehäuse steckt Regen, Schnee und Rückstoß weg. Unter 510 g, leichter als manches Monokular.

AGM Rattler TS35-384 – Wärmebildzielfernrohr für die Jagd auf mittlere Distanz

Der AGM Rattler TS35-384 ist ein Wärmebildzielfernrohr für mittlere Distanz. Er wird direkt auf die Waffe montiert und ersetzt dein Tagglas für die Nacht.

Gegenüber dem kleineren TS19-256 ändern sich zwei Dinge grundlegend: Der Sensor löst mit 384 × 288 statt 256 × 192 auf – das sind rund 110.000 statt knapp 49.000 Bildpunkte – und das Objektiv wächst von 19 auf 35 mm. Beides zusammen bedeutet: mehr Detail, mehr Reichweite, sichereres Ansprechen.

AGM hat die Rattler-TS-Reihe bewusst kompakt und leicht gebaut. Mit rund 187 × 62 × 59 mm und unter 510 g ist der TS35-384 kleiner als manches Wärmebild-Monokular. Genau deshalb funktioniert der Doppelnutzen: abnehmen, als Handgerät absuchen, wieder aufsetzen.

Die wichtigsten Vorteile

Niedrige Basisvergrößerung ist hier ein Feature, kein Kompromiss. AGM sagt es selbst: Die 2-fache Grundvergrößerung gibt dir ein weites Sichtfeld – rund 10° × 8°. Wer auf Schwarzwild ansitzt, will die ganze Rotte im Bild haben, nicht ein einzelnes Stück im Ausschnitt. Vergrößern kannst du digital bis 16×.

Zielfernrohr und Monokular in einem. Die ADM-Schnellwechselmontage ist wiederholgenau. Ein Kauf, zwei Funktionen.

384er-Sensor. Mehr als doppelt so viele Bildpunkte wie ein 256er. Auf Distanz bleiben Konturen erhalten, wo kleinere Sensoren nur noch einen hellen Fleck zeigen.

Leicht und kompakt. Unter 510 g. Wer viel Fläche zu Fuß macht, merkt das.

Technische Merkmale

Sensortechnologie

Im TS35-384 arbeitet ein ungekühlter Mikrobolometer mit 384×288 Pixeln bei 50 Hz Bildwiederholrate.

384 × 288 ist die Auflösung, bei der das Wärmebild für die Jagd praxistauglich wird. Ein 256er-Sensor zeigt dir, dass da etwas Warmes steht. Ein 384er zeigt eher, was da steht – Kontur, Größenverhältnis, Bewegungsmuster. Für sicheres Ansprechen ist das der Unterschied, der zählt.

50 Hz ist bei einem Zielgerät wichtiger als bei einem Beobachtungsgerät: Beim Nachführen auf ziehendes Wild oder beim Schwenken über eine Rotte verhindert die hohe Rate Nachziehen und Ruckeln.

Bildqualität

Die Bildaufbereitung übernehmen Adaptive AGC, DDE und 3D-DNR – Kontrastautomatik, Kantenanhebung und Rauschunterdrückung. Das Ergebnis: ein ruhiges Bild mit sauberer Wärmetrennung statt Grauschleier.

Vier Paletten stehen bereit: White Hot, Black Hot, Red Hot und Fusion. Ein Praxis-Tipp aus dem Revier: Viele Jäger nutzen White Hot als Standard, aber Black Hot trennt Wärme oft schärfer und zeigt Konturen deutlicher – gerade bei Nebel und Regen. Probier beides in deinem Revier aus.

Erkennungsreichweite

AGM gibt 1.235 Yard (rund 1.130 m) an – mannsgroßes Ziel (1,8 m).

Und jetzt ehrlich, weil es beim Kauf entscheidet: Diese Zahl ist eine Erkennungs-Reichweite. Sie sagt, dass an dieser Distanz eine Wärmequelle auffällt – nicht, dass du dort schießen kannst.

  • Erkennung (ca. 1.130 m): da ist eine Wärmequelle
  • Wiedererkennung: das ist ein Tier – deutlich näher
  • Identifikation / sicheres Ansprechen: Wildart, Stück, Alter – nochmals deutlich näher

Realistisch ist der TS35-384 bei Basisvergrößerung ein Gerät für Distanzen bis etwa 150–200 m. In diesem Bereich liefert er ein helles Bild mit guter Wärmetrennung. Wer regelmäßig weiter arbeitet, greift zum TS50-640.

Ein stadiametrischer Entfernungsmesser ist eingebaut.

(Hinweis: Manche Händler nennen 1.351 Yard. Wir nutzen konsequent AGMs eigene Angabe.)

Objektiv

35 mm Germanium, F/1.0. Germanium ist Pflicht bei Wärmebild – normales Glas lässt langwellige Infrarotstrahlung (8–14 µm) nicht durch.

Das Sichtfeld beträgt 10,0° × 8,0° – auf 100 m entspricht das rund 16 m Breite. Das ist viel, und genau das ist gewollt: Du überblickst eine ganze Feldkante, statt ein Stück zu suchen.

Display

0,39-Zoll-OLED mit 1024×768 Pixeln – deutlich höher aufgelöst als der Sensor, du verlierst also keine Bildinformation. OLED heißt echtes Schwarz und kein Hintergrundlicht, das dich im Anschlag blendet oder verrät.

Digitalzoom bis 8× (also 2–16× gesamt), dazu Bild-in-Bild. Ehrliche Einordnung: Auf 4× bleibt das Bild brauchbar, auf 16× wird es sichtbar grob – Digitalzoom vergrößert, fügt aber keine Information hinzu. Nutze ihn zum Prüfen, nicht zum Ansprechen.

Absehen und Einschießen

Fünf Absehen in vier Farben (neuere Firmware unterstützt bis zu zehn). Die Treffpunktkorrektur erfolgt digital in 1,28-MOA-Schritten – ein Klick verschiebt das Absehen auf 100 m um gut 3 cm.

Der One-Shot-Zeroing-Prozess ist bewusst simpel: Schuss abgeben, Absehen auf das Einschussloch schieben, speichern. Die Tastenbelegung ist oben angebracht und im Dunkeln gut zu ertasten – rechts bewegt nach rechts, links nach links.

Akku und Laufzeit

Zwei CR123A-Batterien, bis zu 4,5 Stunden.

Das sagen wir offen: Für einen Ansitz reicht das, für eine durchgemachte Nacht oder eine Drückjagd nicht. Die Lösung ist billig – über die USB-C-Buchse hängst du eine 5-V-Powerbank an und läufst praktisch unbegrenzt weiter. Plan die Powerbank gleich mit ein, dann gibt es keine Überraschung.

Wetterfestigkeit

IP67 – staubdicht und gegen zeitweiliges Untertauchen geschützt. Stoßfest bis 750 g/ms und für Rückstoß ausgelegt. AGM beschreibt die Reihe als für den 24-Stunden-Betrieb bei jedem Wetter entwickelt.

Wärmebild spielt bei schlechtem Wetter seinen Vorteil gegen Restlichttechnik aus: Nebel, Rauch, Staub, Regen, Schnee – die Wärmesignatur bleibt sichtbar, wo digitale Nachtsicht blind wird.

Montage und Kompatibilität

Der TS35-384 kommt fertig montiert mit Weaver/Picatinny-Montage (zwei Schrauben).

AGM bietet zusätzlich passende ADM-Schnellspannmontagen an:

  • AGM-2111 – zwei Spannhebel, 145 × 50 × 25 mm, 140 g
  • AGM-2112 – kompakt, 95 × 50 × 25 mm, 86 g
  • AGM-2115 – mittlere Länge, 121 × 50 × 26 mm, 98 g
  • Spezielle lange Weaver-Montage (125 mm, Hebelabstand 110 mm) für Merkel RX Helix, Sako S20, CZ600 Alpha/Ergo, Haenel Jaeger NXT, Sabatti Saphire

Alle ADM-Montagen sind werkzeuglos justierbar. Prüfe, ob deine Waffe eine Weaver- oder Picatinny-Schiene hat – wenn nicht, brauchst du einen Adapter. Frag uns kurz, wir sagen dir, was passt.

Praktische Einsatzbereiche

Jagd

Sein Kerngeschäft: Ansitz auf Schwarzwild, Kirrung, Raubwild. Das weite Sichtfeld bei 2-facher Grundvergrößerung ist bei Rotten Gold wert – du siehst mehrere Stücke gleichzeitig und kannst sauber auswählen. Für Fuchs und Raubwild reicht die Vergrößerung ebenfalls.

Wildbeobachtung

Abgenommen als Monokular: Fläche absuchen, Wild zählen, Schäden kontrollieren – ohne Licht, ohne Störung.

Nachsuche

Warmer Wildkörper gegen kalten Boden. Als Handmonokular gut nutzbar, der 384er-Sensor zeigt mehr als ein 256er.

Sicherheit und Objektschutz

AGM nennt Streife und Überwachung ausdrücklich als Einsatzszenarien. Für Perimeter- und Flächenkontrolle auf mittlere Distanz geeignet.

Professioneller Einsatz

Forst, Wildtiermanagement, Behörden. Robust, leicht, IP67 – ausgelegt für Dauerbetrieb.

TS19-256, TS35-384 oder TS50-640? Der ehrliche Vergleich

TS19-256 TS35-384 TS50-640
Sensor 256 × 192 384 × 288 640 × 512
Objektiv 19 mm 35 mm 50 mm
Basisvergrößerung 2,5 × 2,5×
Zoombereich bis 8× 2–16× 2,5–20×
Sichtfeld 9,3° × 6,9° 10,0° × 8,0° schmaler
Erkennung ca. 950 m ca. 1.130 m ca. 2.286 m
MOA/Klick 0,77 1,28 0,52
Realistisch bis ~100 m ~150–200 m deutlich weiter
Preis 1.000 € 2.000 € 3.350 €

Kurz: Wald und Kirrung → TS19-256. Feldkante und gemischtes Revier → TS35-384, der Allrounder. Offenes Feld und weite Distanz → TS50-640.

Kaufberatung

Nimm den TS35-384, wenn: du im gemischten Revier jagst, auf Rotten ansitzt (weites Sichtfeld!), sicher ansprechen willst und ein leichtes Gerät suchst, das auch als Monokular dient. Das ist der Allrounder der Reihe.

Nimm den TS19-256, wenn: dein Revier Wald ist und du preisbewusst einsteigst.

Nimm den TS50-640, wenn: du regelmäßig über 200 m arbeitest und die volle 640er-Auflösung willst.

Nimm ein Vorsatzgerät (TC35-384), wenn: du deine eingeschossene Tagoptik behalten und nur nachts ergänzen willst – gleicher Sensor, anderes System.

Nimm ihn nicht, wenn: du auf 300 m und mehr sicher ansprechen musst. Dafür ist die Kombination aus 384er-Sensor und 2-facher Basisvergrößerung nicht gebaut.

Fazit

Der AGM Rattler TS35-384 ist der Allrounder der Rattler-Reihe – und für viele Jäger das Modell, bei dem Preis, Bildqualität und Handling am besten zusammenpassen. 384er-Sensor, weites Sichtfeld, unter 510 g, One-Shot-Einschießen, dazu der Doppelnutzen als Monokular.

Die Grenzen sagen wir offen: 4,5 Stunden auf Batterien (Powerbank einplanen), realistisch bis etwa 150–200 m, 1,28 MOA pro Klick. Wer sein Revier danach wählt, bekommt hier viel Gerät fürs Geld.

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